Wie funktioniert ein Depotübertrag?

Bei einem Depotübertrag hat sich der Depotinhaber entschlossen sich von seinem aktuellen Kreditinstitut zu trennen und zu einem anderen zu wechseln. Hierbei werden also Wertpapiere vom alten auf das neue Depot übertragen. Eine Übertragung der Wertpapiere ist Angelegenheit der Effektenverwaltung einer Bank und erfolgt weitgehend elektronisch. Die Wertpapierurkunden werden von den Zentralverwahrern physikalisch verwaltet. Die eigentliche Übertragung erfolgt durch eine Umbuchung in der Depotbuchhaltung von einem Depot in das Andere. Hierbei ist es nicht nötig die Urkunden physikalisch zu bewegen. Ein Depotübertrag dauert in der Regel eine Woche.
Seit dem 01.01.2009 gestaltet sich die Durchführung eines Depotübertrags etwas aufwändiger. Mit der Einführung der Abgeltungssteuer werden neue Anforderungen an Banken und Finanzdienstleister gestellt. Für Privatanleger die Wertpapiere bis zum 31.12.2008 gekauft haben, treten keine Veränderungen auf. Für Wertpapiere die ab dem 01.01.2009 erworben wurden gilt ein Depotübertrag als ein Verkauf von Wertpapieren auf den somit die Abgeltungssteuer abgeführt werden muss. Dies übernimmt die depotführende Bank automatisch. Umgangen werden kann dies beispielweise bei einer Schenkung der Wertpapiere von den Eltern an das Kind. Damit die Abgeltungssteuer bei Depotübertrag richtig erfasst werden kann, ist es zusätzlich erforderlich dem neuen Kreditinstitut die Anschaffungsdaten der Wertpapiere mitzuteilen

Fragen rund um das Depot